”Gemeinsam stärker”: Harmonisches Neujahrstreffen mit Rekordbeteiligung bei Heller Tools
Datum: 09.01.2026
Heinrich Klöker
Eine schöne Tradition, die sich einer ständig steigenden Beliebtheit erfreut: Bereits zum dreizehnten Mal fand am Donnerstagabend das Neujahrstreffen der Dinklager Bürgeraktion unter dem Motto "Glücksägns Neijohr" statt, das abwechselnd in Dinklager Betrieben über die Bühne geht. Gastgeber war in diesem Jahr die Firma Heller Tools mit Sitz an der Steinfelder Straße. Über 180 Vertreter von Dinklager Betrieben aus Handwerk, Gewerbe, Einzelhandel und Dienstleistung nahmen an dem Treffen teil und sorgten für einen Teilnehmerrekord.
Eingangs begrüßte Markus Ruhe, Vorsitzender der Dinklager Bürgeraktion, die Gäste und bedankte sich bei den Gastgebern für die Unterstützung und Organisation. Heller stehe für die Verbindung von Tradition, Innovation und internationalem Markt - und damit für vieles, was unsere Region ausmache. Beim Blick auf die Welt werde eines sehr deutlich: "Die Rahmenbedingungen sind unruhig. Politik, Märkte und Gesellschaft verändern sich schneller, als wir es noch vor wenigen Jahren für möglich gehalten hätten", sagte Markus Ruhe und erwähnte die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro, die politisch und wirtschaftlich Reaktionen ausgelöst habe. Weltpolitik sei längst Standortpolitik. Auch angesichts solcher Ereignisse bleibe das wirtschaftliche Umfeld mit Energiepreisen, verletzlichen Lieferketten, Bürokratie und Regulierung sowie dem Fachkräftemangel anspruchsvoll.
"Aber wir sollten uns nicht in einem Krisenmodus verlieren. Denn wir erleben gleichzeitig Unternehmen, die in Digitalisierung, Automatisierung, Klimaschutz und neue Geschäftsmodelle investieren. Wir haben eine starke regionale Struktur: mittelständisch, bodenständig, innovativ. Und wir haben eine Kultur, die in unserer Region besonders ausgeprägt ist: Anpacken statt jammern", beschrieb Markus Ruhe und ergänzte: "Wenn ich auf Dinklage schaue, dann sehe ich einen Standort, der nicht von einzelnen Leuchttürmen lebt, sondern von einem Netzwerk, von vielen engagierten Betrieben, von Familienunternehmen, von Handwerksbetrieben, vom Einzelhandel, von Dienstleistern und von der Industrie. Und deshalb sind Vereine wie unserer so wichtig. Denn Wirtschaft entsteht nicht nur durch Zahlen, sondern durch Beziehungen: durch Vertrauen, durch Verlässlichkeit, durch Zusammenarbeit, durch lokale Verbundenheit."
Zudem erwähnte Markus Ruhe die erfolgreiche Premiere des im Herbst 2025 erstmals veranstalteten Regionalmarkts ("Das ruft nach einer Wiederholung") und bedankte sich für die Organisation bei der mittlerweile ausgeschiedenen Mitarbeiterin Christin Voßmann. Die Aktion "Dinklage macht auf" wird am 6. September 2026 ein zweites Mal stattfinden und von einem attraktiven Rahmenprogramm ergänzt.
Das Thema Leerstandsmanagement sei eine immerwährende Aufgabe des Citymanagements. "Stolz wir sind darauf, dass die Buchhandlung Thalia inklusive Poststelle von Anne Kögel unter dem Namen Stöberstube Diekmann weitergeführt wird."
Auch der Weihnachtsmarkt vor der Kirche kam bei allen Beteiligten super an. "Wir planen, an dem Standort festzuhalten", so Markus Ruhe.
Auch auf die Dinklage Card ging Markus Ruhe ein. Die Sachbezugskarte ist zum einen ein Mittel zur Mitarbeiterbindung, da Mitarbeiter bis zu 50 Euro pro Monat steuer- und sozialabgabenfrei über diese Karte erhalten können und sie stärkt den Einzelhandel vor Ort, da die Karte nur bei Geschäften vor Ort eingelöst werden kann. Für die einlösenden Firmen fallen ebenfalls nur geringe Gebühren an. "Die beiden Vorteile: Hohe Akzeptanzstellen und sehr günstige Kosten im Vergleich zu anderen Anbietern machen die Dinklage Card so interessant. Es würde uns sehr freuen, wenn noch weitere Firmen sich bei der DinklageCard anmelden würden", schilderte Markus Ruhe.
Er bedankte sich bei allen Personen, die am Gelingen des Abends mitgewirkt haben und sich ehrenamtlich in den verschiedenen Funktionen für die Bürgeraktion einsetzen. Besonders bedankte er sich bei Verena Peters, die als Mitarbeiterin im Citymanagement "die Hauptlast unserer Arbeit trägt". Der Vorsitzende der Bürgeraktion beendete seine Ansprache mit einem Appell: "Ich selber bin der festen Überzeugung, dass wir die anstehenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme, die in den nächsten Jahren auf uns zukommen, nur gemeinsam schaffen können." Er stellte den Abend unter das Motto: "Gemeinsam stärker". "Als Betriebe, als Stadt, als Gemeinschaft. Dinklage! Unsere Stadt! Mein Glück!"
Anschließend begrüßte Jens Werner, Gesamtvertriebsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung von Heller Tools, die Gäste und stellte das Unternehmen kurz vor. Das Unternehmen beschäftigt 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Dinklage und vertreibt die Produkte in mehr als 60 Ländern weltweit. Heller weist eine starke Zukunftsorientierung als Teil der Serafin Unternehmensgruppe auf und verfügt über 30 aktive Patente und Gebrauchsmuster. Es gibt über 2500 Produkte der Marke Heller und 200 verschiedene Produktkategorien weltweit.
Innovation seit 1859: Unter dieser Überschrift stellte Jens Werner Meilensteine der Produktentwicklung vor und gab einen Überblick über die Einführung der verschiedenen Produkte. Auch auf das breite Sortiment an Power-Tool-Zubehör, bestehend aus Hammerbohrer und Meißel, Metallbohrer, Beton- und Diamantprodukten, Universal- und Spezialbohrern, Holzbohrern, Sägen und Bits sowie Trennern und Schleifern, ging Jens Werner ein. Zu den Kunden von Heller zählen Fachhändler, Großhändler und Eigenhersteller.
"Heller goes Green" und setzt bei der Verpackung auf Nachhaltigkeit: So stellte Jens Werner den interessierten Gästen die in Deutschland entwickelten und hergestellten nachhaltigen PCR-Bohrer-Klipps vor. "Sie sind zu 100 Prozent recycelbar und senken den CO2-Fußabdruck um bis zu 80 Prozent", sagte Werner. Heller ist ferner ein verlässlicher Partner des Fachhandels und zeichnet sich durch starken Kunden-Support, eine schnelle Reaktion auf Kundenbedürfnisse sowie einen starken Fokus auf beste Produktqualität aus.
Darüber hinaus verfügt Heller über eine Webseite mit vielen hilfreichen Anwendungen für Händler und Endverwender. Auch ein exklusiver Händler-Bereich ist auf der Homepage vorhanden. Zudem erfuhren die Gäste einiges über die attraktiven Point of Sale (POS)-Systeme von Heller, die sich durch eine einfache Navigation dank des Heller-Farbsystems, eine individuelle Konfigurierung und eine optimale Flächennutzung auszeichnen. Auch auf die Qualitätsstufen der Produkte ging Jens Werner ein.
Nach den - auch zwischendurch immer wieder - mit viel Applaus bedachten Reden wurden die interessierten Gäste in Gruppen durch die Fertigung geführt, wo sie viele Eindrücke über die betrieblichen Abläufe aus erster Hand gewannen und sich ein Bild von der räumlichen Gestaltung machen konnten.
In angeregten und freundlichen Gesprächen knüpften die Teilnehmer des Neujahrstreffens bei Sekt, Wein, Bier oder alkoholfreien Getränken neue Kontakte und festigten bestehende Bekanntschaften und Freundschaften. Freudige Gesichter in geselligen Runden prägten allerorten die Szenerie. Für die Stärkung zwischendurch stand Fingerfood bereit. Insgesamt erneut eine rundum harmonische und gelungene Veranstaltung, nach der die Teilnehmer sich bereits auf die nächste Auflage Anfang 2027 freuen.
