Reckzeh Kanalsanierung GmbH

Unterwegs mit Hightech-Robotern

Datum: 28.12.2021

Marlene Wegmann

„Unser Job ist dann erfolgreich abgeschlossen, wenn man hinterher von außen gar nicht sehen kann, dass wir da waren und es trotzdem wieder läuft“, so Carsten Reckzeh, Geschäftsführer der Reckzeh Kanalsanierung GmbH. Sein Unternehmen ist eines von wenigen seiner Art in Deutschland. Durch den Einsatz von ferngesteuerten Hightech-Robotern kann Reckzeh bauliche Maßnahmen bei Kanalschäden unnötig machen.

Der Arbeitsplatz seiner Mitarbeiter ist ein gemütlicher Bürostuhl auf einem seiner vier LKWs. Am Computerbildschirm verfolgt Carsten Reckzeh hier den Weg seines neuesten Roboters, der den Abwasserkanal unter einer Straße auf eventuelle Schäden untersucht.

Zu Carsten Reckzehs Beruf gehört nicht nur das technische Wissen, das er für seine Roboter benötigt, sondern oft auch Geduld und ein geübter Blick. „Ah, da ist es!“, ist er sich sicher. Mit dem Joystick lenkt er die Kamera des Roboters an die richtige Stelle. Wo der Laie außer einem Schatten nicht viel ausmachen kann, erkennt Carsten Reckzeh sofort: „An der Stelle ist die Dichtung beschädigt, hier sickert Wasser durch.“ Die genauen Daten des Schadens hält er direkt im System fest.

Und weiter geht die Fahrt, denn er muss sicher sein, dass es in diesem Abschnitt keine weiteren Schäden gibt. „Eingewachsene Wurzeln sehen wir häufig, Risse in der Kanalwandung natürlich auch. Hin und wieder war auch schon Beton in einen Kanal gelaufen – wohl bei Bauarbeiten an anderer Stelle. So etwas fräsen wir dann mit dem Roboter komplett heraus und dichten das Ganze neu ab“, erzählt er.

Durch einen Vorfall auf einer Baustelle ist die Reckzeh Kanalsanierung GmbH auch entstanden. „Mein Vater hatte damals ein Tief- und Straßenbauunternehmen“, so Carsten Reckzeh. “Auf einer Baustelle gab es Komplikationen durch ein beschädigtes Kanalteilstück. Dadurch konnte es dann erst einmal gar nicht weitergehen, bis der Schaden am Kanal behoben war.“ Das brachte Paul Reckzeh damals auf die Idee, ein eigenes zweites Standbein in der Kanalsanierung aufzubauen.

Auf seiner Fahrt durch den Kanal findet Carsten Reckzeh dieses Mal nur einige kleinere Schäden. „Das ist schnell gemacht“, freut er sich. Das ist auch gut, denn auf der viel befahrenen Straße soll der Verkehr nicht lange stillgelegt werden. „Das machen wir in den frühen Morgenstunden, wenn noch nicht so viel los ist. Bis zum Berufsverkehr ist alles fertig.“

Und tatsächlich ist zur Rush Hour sein LKW verschwunden. Als wäre er nie dagewesen. Auftrag erfolgreich ausgeführt!


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