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Zu Besuch bei den Welfen

06.08.2018

Zu Besuch bei den Welfen

Die dritte Kulturreise des Heimatvereins Dinklage führte zu den Welfen, dem ältesten Fürstenhaus Europas. Zuerst besuchten die Dinklager Schloss Marienburg und danach die Gärten von Schloss Herrenhausen. Bei der geführten Besichtigung durch das Schloss Marienburg erfuhren die Teilnehmer, dass König Georg V. von Hannover seiner Gemahlin, Königin Marie, das in den Jahren 1858 bis 1867 als Sommerresidenz errichtete Schloss schenkte. Aber Königin Marie konnte nur für kurze Zeit auf ihrem neugotischen Märchenschloss wohnen. Preußen hatte das Königreich Hannover 1866 annektiert und die Welfen vertrieben. Sie entzogen ihnen das gesamte Privatvermögen und wollten so verhindern, dass die Hannoveraner Welfen Konkurrenten der preußischen Hohenzollern um die deutsche Königs- und Kaiserkrone wurden. So musste die Gemahlin ihrem Mann ins österreichische Exil folgen und sah ihr Märchenschloss nie wieder. Die Heimatfreunde beeindruckte die romantische Burg mit ihren märchenhaften Türmchen und Zinnen. Die nahezu vollständig erhaltene Innenausstattung erinnerte an adliges Leben im 19. Jahrhundert und den fast grenzenlosen Luxus. Nach einem gemeinsamen Mittagstisch im Restaurant, früher der Pferdestall der Burg, fuhren die Reisenden laut Mitteilung weiter zum Stammschloss der Welfen in Hannover-Herrenhausen. Kurfürst Ernst August und seine Frau, Kurfürstin Sophie, gestalteten im 18. Jahrhundert als Nachbildung holländischer Barockanlagen den Großen Garten in Herrenhausen. Grünanlagen auf 50 Hektar sollten die Pracht des welfischen Herrscherhauses zeigen. Sie dienten ausschließlich der Freizeitgestaltung der Fürstenfamilie und ihrer vielen Gäste. In dem herrlichen Grün sorgte damals die farbige Bekleidung der Menschen für bunte Farbtupfer. Heute übernehmen kunstvoll gestaltete Blumenbeete diese Aufgabe. Wasserspiele und die mit 72 Metern höchste Fontäne Europas sollten die Bedeutung des Adelshauses unterstreichen. Das im Stil eines Amphitheaters mit 500 Plätzen errichtete Heckentheater mit den vergoldeten Bleifiguren und Taxuspyramiden im Hintergrund war beeindruckend. Eine kühle Grotte, die Niki de Saint Phalle mit Mosaiken aus Spiegeln, buntem Glas und Kieselsteinen sowie mit üppig grellen Nanas 2003 neu ausgestaltete, war zu bestaunen. Mehrere Kaskaden, Kanäle und Teiche sowie viele lauschige Ecken haben die Reisenden bei der Führung gesehen. Trotz der Hitze von gefühlt 50 Grad konnten die Dinklager sich an den vielen Impressionen fast nicht satt sehen. Erst nachdem die Teilnehmer sich bei einer Kaffeetafel in klimatisierten Räumen wieder erholt hatten, kehrten sie wohlbehalten nach Dinklage zurück. 

„Kommen, wandern, schnacken“: Internationale Wanderung und Radwanderung rund um Dinklage am 4. und 5. August

02.08.2018

„Kommen, wandern, schnacken“: Internationale Wanderung und Radwanderung rund um Dinklage am 4. und 5. August

An Mechthild Kröger (links) und Marlies Wessels (rechts) muss jeder vorbei – zumindest wenn er an der Internationalen Wanderung und Radwanderung rund um Dinklage teilnehmen will. Sie sind die Anmeldedamen der Wandergruppe des Heimatvereins „Herrlichkeit“ Dinklage. Auch bei der 49. Auflage der Traditionsveranstaltung, die am ersten August-Wochenende stattfindet, bauen sie ihr kleines Büro im Alten Gesellenhaus an der Langen Straße auf. Die Dinklagerinnen sind die erste Anlaufstelle für Wanderer und Radfahrer, die sich auf zehn beziehungsweise 25 Kilometer lange Wander- und die 35 Kilometer lange Radstrecke wagen. „Wir geben Infos über die Routen und die Teestationen“, sagt Kröger. Sie achten darauf, dass die Anmeldebögen korrekt ausgefüllt und die Teilnahmegebühren – Erwachsene zahlen für beide Tage drei Euro, Kinder bis zwölf Jahre sind frei – entrichtet werden. Außerdem legen sie das Werbematerial der Stadt aus, erklären Neulingen den Ablauf und vermitteln ab und an Partner für Teilnehmer, die sich nicht allein auf Tour begeben wollen. Bei all den Formalien, die erfüllt werden müssen, bleibt aber natürlich auch immer etwas Zeit für einen kurzen Schnack. „Wir kennen viele Teilnehmer inzwischen persönlich. Da tauscht man sich aus, wer wieder Oma oder Opa geworden ist oder wiees den Kindern geht“, sagt Kröger. Die 68-Jährige ist seit 25 Jahren bei der Anmeldung aktiv. Marlies Wessels stieß vor acht Jahren dazu. Die 78-Jährige hatte zuvor einige Jahre an den Teestationen geholfen. An der Veranstaltung in Dinklage nehmen seit den Anfängen viele Niederländer teil. „Für sie ist es ein Vakantie-Hike, eine Ferienwanderung, zu der sie ihre ganze Familie mitbringen“, sagt Kröger. „Jetzt, wo es auch aufs Rad geht, ist es ein großes Familientreffen“, unterstreicht Wessels. „Kommen, wandern, schnacken“, lautet das Motto. Bei der Internationalen Wanderung und Radwanderung in Dinklage läuft alles sehr familiär ab – trotz der Dimensionen, die das Event inzwischen angenommen hat. Die Statistik belegt: Seit 1997, als die Wandergruppe das Angebot einer Radwanderung etablierte, haben sich die Teilnehmerzahlen mehr als verdoppelt. Das hängt auch damit zusammen, dass sich viele Cliquen, Nachbarschaften und Vereine gemeinsam aufs Rad schwingen, um die gut ausgeschilderten Strecken abzufahren. Die Anmeldedamen sind die Herrinnen der Statistik. Sie führen akribisch Buch, schließlich geht es auch um Urkunden: für die 25., 30. und 40. Teilnahme. „Wir sind froh, dass Marlies und Mechthild dabei sind. Sie sind die Gesichter der Internationalen Wanderung“, sagt Reinhard Wilak, Vorsitzender der Wandergruppe. Die Arbeit erfolgt analog, auf technische Hilfsmittel verzichten sie. In all den Jahren haben die Anmeldedamen viele Menschen kennengelernt. Einige graben sich tief ins Gedächtnis – so wie Hermann Staffhorst. Der Oldenburger wird wohl in diesem Jahr zum 42. Mal teilnehmen, sagt Wessels. Das Besondere: Staffhorst marschiert immer allein mit einer Kamera los. „Auf seinem Weg macht er Fotos und entdeckt dabei Ecken, die sonst niemandem auffallen“, sagt Kröger. Anschließend erhält die Wandergruppe immer ein Fotoalbum als Erinnerung. Infos: Die 49. Internationale Wanderung und Radwanderung rund um Dinklage findet am 4. und 5. August (Samstag und Sonntag) statt. Es ist jedem Teilnehmer freigestellt, ob er an einem oder zwei Tagen wandern oder Radfahren möchte. Am 4. August um 8.30 Uhr eröffnet Bürgermeister Frank Bittner das Event beim Alten Gesellenhaus. Abends ab 19.30 Uhr findet ein Beisammensein in dem Lokal statt. Am 5. August ist um 15 Uhr Abschluss der Internationalen Wanderung und Radwanderung beim Mühlenfest an der Schweger Mühle. Das Dinklager Kolpingorchester und die Volkstanzgruppe sorgen dort für die Unterhaltung. Es gibt selbstgebackenen Kuchen, Kaffee und weitere Getränke. Text/Foto: Timphaus

Schülerfirma „D-Town“ spendiert neue Basketballkörbe

01.08.2018

Schülerfirma „D-Town“ spendiert neue Basketballkörbe

Wenn der „Korb“ beim Basketballspielen auf dem Schulhof der Oberschule Dinklage mit gymnasialem Zweig jetzt besser gelingt, dann liegt das an der großzügigen Spende der Schülerfirma „D-Town“. Das Geld für die Neuanschaffung stammt aus den Einnahmen der Schülerfirma durch ihren Schulkiosk-Verkauf. Die Schülerfirma hatte sich 2007 unter der Leitung von Mechthild Diers zunächst als Arbeitsgemeinschaft gegründet. „Die Schüler haben sich damals selber den Namen gegeben und die dazugehörige Geschäftsidee entwickelt“, erinnert sich Diers. Was macht „D-Town“? Täglich versorgt die Schülerfirma Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte mit belegten Brötchen in den Pausen. Auf Bestellung gibt es für kleinere Gruppen auch belegte Brötchen und Fingerfood. In den beiden großen Pausen werden zudem Schulmaterialien, wie Hefte, Blöcke und Stifte, angeboten. „Die Arbeit der Schülerfirma ist für die Schülerinnen und Schüler eine Orientierung zur Berufswahl und gilt daher auch als Langzeitpraktikum“, erläutert die leitende Lehrerin. Denn so trainierten die  Schüler Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Pünktlichkeit, Höflich- und Freundlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit, Kritikfähigkeit und Eigeninitiative als wichtige Schlüsselqualifikationen für ihr späteres Berufsleben. „D-Town“ habe übrigens auch eigene Abteilungen für Verkauf, Einkauf, Produktion, Werbung, Personal und Buchhaltung, wie eine echte Firma eben. Zur Schülerfirma gehören neben Lehrerin Mechthild Diers Erik Arlinghaus, Paul Brockhage, Sophie Pille, Paula Schneider, Madita Schumacher, Daniela Taphorn, Simon Thediek und Franka Zumbrägel. Notiz am Rande: Pastoralreferent Michael Krone von der katholischen Pfarrgemeinde St. Catharina stieg übrigens kurz von seinem Fahrrad und "weihte" die Körbe gekonnt durch seinen "Treffer" ein! Mehr zur Oberschule Dinklage im Internet unter: www.oberschule-dinklage.de  

Heimatverein „Herrlichkeit“ Dinklage veröffentlicht neue Ausgabe des „Utkiek“

28.07.2018

Heimatverein „Herrlichkeit“ Dinklage veröffentlicht neue Ausgabe des „Utkiek“

Eine besondere Ehre erweist der Heimatverein „Herrlichkeit“ Dinklage dem Vogel des Jahres 2018 in der jüngsten Ausgabe seiner Mitteilungen, die in diesen Tagen allen Mitgliedern zugestellt wird. „Sturnus vulgaris“, ein Singvogel und allgemein bekannt als Star, ziert nicht nur das Titelbild von Ausgabe Nr. 58 des beliebten „Utkiek“. Autor Reinhard Arkenau nimmt den farbenprächtigen Schreihals, dem das Leben und Überleben in sich stark verändernden Zeiten so allerlei abverlangt, auch in einem bemerkenswerten Beitrag ein wenig genauer unter die Lupe. Auch sonst bietet „Utkiek“ Nr. 58 abwechslungsreiches und interessantes Lesevergnügen. „Pfarrer em. Clemens Heitmann etwa entführt in gewohnt eigenwilliger und zweifelsohne authentischer Art und Weise mit seinem Beitrag über das Leben im Heuerhaus zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts die Leser in eine Welt, die heute vielen Mitbürgern so nicht mehr vorstellbar ist und vielleicht doch deswegen ein wenig mehr Demut und Achtung vor den Leistungen früherer Generationen nach sich ziehen kann“, heißt es in der Mitteilung. Das gilt so in Teilen sicherlich auch für den Beitrag über einen süßen Mittelpunkt in Dinklage. Gedanken und Ansichten zu einem Stück Paradies auf Erden sind Inhalt eines Artikels zu einem Lädchen mitten in Dinklage, das vermutlich die längste Zeit hinter sich haben wird. Neben weiteren Beiträgen runden Berichterstattungen aus dem Vereinsleben das reich bebilderte und auch diesmal wieder sehr umfangreiche Werk ab.  

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